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Suzhou

    suzhou 67Die kommunistische Herrschaft hat einige überaus hässliche Städte hervorgebracht und noch viel mehr Orte verunstaltet. Auch Suzhou musste die Zerstörung seines Kulturerbes hinnehmen, das durch weitgehend rücksichtslos errichtete moderne Architektur ersetzt wurde. Während jedoch kaum jemand dem recht abgedroschenen Werbespruch vom „Venedig des Ostens“ erliegen wird, hat Suzhou - das von Marco Polo einst als eine der schönsten Städte Chinas beschrieben wurde - durchaus noch reizvolle Fleckchen, die einen zwei- bis dreitägigen Aufenthalt lohnen.

    Suzhous Zugpferd sind die Gärten. Ur-sprünglich gab es hier über hundert, heute ist nur noch eine Handvoll übrig geblieben, von denen einige über tausend Jahre alt sind. Diese Gärten sind eine Sinfonie aus Felsen, Wasser, Bäumen und Gebäuden und damit ein Spiegelbild der chinesischen Wertschätzung für Ausgeglichenheit und Harmonie.

    Man könnte ohne Weiteres mehrere Tage damit zubringen, die Gärten zu genießen, einige der ausgezeichneten Museen zu besichtigen und einige der noch vorhandenen Kanäle, Pagoden und Buckelbrücken zu erkunden.

    Suzhou Geschichte

    Mirto27Suzhou ist mit etwa 2500 Jahren eine der ältesten Städte im Jangtse-Becken. Als während der Sui-Dynastie der Große Kanal fertiggestellt wurde, blühte Suzhou auf, denn nun war es ein Zentrum der Schifffahrt und der Getreidelagerung, in dem es von Kaufleuten und Handwerkern nur so wimmelte.

    Die historische Stadtmauer wurde von sechs Toren (im Norden, im Süden, zwei im Osten und zwei im Westen) durchlöchert. Sechs Kanäle durchzogen die Stadt von Nord nach Süd, 14 Kanäle verliefen von Ost nach West. Obgleich die Mauern weitgehend verschwunden sind und auch ein Großteil der Kanäle zugeschüttet wurde, ist im Zentrum Suzhous noch etwas von dem „Renaissance“-Flair erhalten geblieben.

    Im 14. Jh. wurde Suzhou Chinas führende Stadt in der Seidenherstellung. Adlige, Vergnügungssüchtige, berühmte Gelehrte, Schauspieler und Maler wurden von der Stadt angezogen und bauten sich dort Villen und Gärten, in die sie sich zurückziehen konnten.

    Das heutige erfolgreiche Image der Stadt als „Gartenstadt“ oder „Venedig des Ostens“ ergab sich aus dieser mittelalterlichen Mixtur aus Holzschnittzunft und Stickereigesellschaften, weiß getünchten Häusern, gepflasterten Straßen, Alleen und Kanälen. Suzhous Frauen galten als die schönsten Chinas, was weitgehend ihrem wohlklingenden örtlichen Akzent zu verdanken war. Suzhous Ruhm gipfelte in dem berühmten Sprichwort: „Was im Himmel das Paradies, sind auf Erden Suzhou und Hangzhou.“ 1860 konnten die Taipingtruppen die Stadt ohne Widerstand einnehmen, und 1896 wurde Suzhou für den Auslandshandel geöffnet, es gab japanische und weitere internationale Konzessionen. Nach 1949 wurden viele Teile der Stadt, darunter auch die Stadtmauern, weitgehend niedergerissen.

    Suzhou Orientierung

    Pico25In Suzhou gibt es nicht nur zahlreiche kleine Kanäle, die Stadt wird auch von einem großen, in einem Rechteck um die Stadt führenden Außenkanal umgeben, dem Waicheng He. Die Hauptdurchgangs- straße Renmin Lu unterteilt die Stadt in eine West- und eine Osthälfte, ein großer Kanal verläuft durchs Zentrum. Der Bahnhof und die wichtigsten Busbahnhöfe befinden sich am Nordende der Stadt auf der Nordseite des Außenkanals.

    Suzhou Festivals & Events

    Jedes Jahr im September ist Suzhou Gastgeber für das Suzhou-Seidenfestival. Es gibt Ausstellungen zur Geschichte der Seidenherstellung, und Seidenhändler präsentieren Tausenden Schaulustigen ihre Waren. Der Besuch des Festivals ist für alle sehr lohnend, die hochwertige Seide zu günstigen Preisen erstehen möchten.

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